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Trommeln für unser Kreativhaus in Gambia

Sumule und herzliche Grüße an alle Grün AS Leser, an unsere Mitglieder, Paten und Freunde unseres Schulprojekt Socialis for The Gambia e. V. Seit 10 Jahren engagiert sich Socialis für unsere Schule in Brufut, darauf sind wir alle sehr stolz. Uns ist es eine Herzensangelegenheit, „Allen Begleitern“ unseres Projektes für die langjährige Treue, für die Unterstützung und für das Vertrauen DANKE zu sagen – Abaraka bake.

Wir freuen uns sehr, im Grün AS nach langer Berichtpause über unsere Schule in Gambia berichten zu können, gern möchten wir dies in alter Tradition auch im Neuen Jahr fortsetzen.

Alles begann sehr klein, ein Schulgebäude, die ersten Schüler, seit diesem Jahr besuchen ca. 500 Mädchen und Jungen unsere Schule, das Schulgeld wird vom Verein übernommen, auch die Schuluniform, eine tägliche warme Mahlzeit wie auch Hausaufgabenbetreuung. Für 8 Euro monatliche Spende, bzw. Mitgliedsbeitrag, hat ein Kind die Möglichkeit, unsere Schule zu besuchen. Von diesen 8 Euro können unsere Lehrer, die Schulkleidung und die warme Mahlzeit ermöglicht werden. Von Spenden darüber hinaus, wie z. B. aus Veranstaltungen, Ständen bzw. den Spenden von unseren Sponsoren konnten wir in den letzten Jahren die Schulgebäude bauen, eine kleine Küche, die Brunnenanlage, Schulbeete anlegen, einen Spielplatz errichten und zwei Essenspavillons bauen.

Im April 2009 startete die Leipzig Gruppe mit dem Aufbau eines Kreativhauses für unsere Schule in Gambia. Dabei handelt es sich um ein traditionell typisches afrikanisches Rundhaus, mit einem Durchmesser von ca. 10 bis 12 Meter, dabei wichtig, dass der Raum nicht mit Wänden unterteilt wird. Bei Notwendigkeit wollen wir den Raum teilen, indem wir mit afrikanischen Stoffen Raum und Räume improvisieren. Der Ansatz für den Aufbau eines Kreativhauses kam zur rechten Zeit, zumal der Unterricht an unserer Schule mit steter Vorwärtsentwicklung konstant durchgeführt und gestaltet wird. Wie oft kann man Hören, Lesen, Erfahren, daß Schule nicht nur Lernort, sondern auch Lebensort ist. – Oder: „Musik macht schlau“. Es ist erwiesen, daß gemeinsames Musizieren, Gestalten – gemeinsames kreatives Arbeiten - die sozialen und geistigen Fähigkeiten fördert. Deshalb ist der Aufbau des Kreativhauses für uns eine große Herzensangelegenheit. Um unser Anliegen auch finanziell verwirklichen zu können, wird in Leipzig seit Wochen für den Bau unseres Kreativhauses fleißig getrommelt, gelaufen und Denkermützen gestrickt.

Und dabei erhalten wir seit vielen Jahren große Unterstützung von Leipziger Schülern, dazu heute auch ein Bericht über unsere Zusammenarbeit mit dem Reclam Gymnasium Leipzig und der 94. Mittelschule Leipzig Grünau.

 

Schüler aus Leipzig bauen Brücken zu Schülern in Gambia

Seit ca. August 2007 gab es an der 94. Mittelschule in Leipzig Grünau Aktivitäten für unser Schulprojekt in Gambia. Die 94. Mittelschule ist eine UNESCO Projektschule und unterstützt unser Schulprojekt in Form einer Schulpartnerschaft. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch aus Gambia. Die Schüler der 94. übergaben Hatab Bayae (unserem Schulkoordinator) Fußbälle für die kleinen Fußballer an unserer Schule. In Vorbereitung des Aufbaues des Kreativhauses sind durch die 94. viele Aktivitäten geplant, so wird u. a. eine große Wimpelkette mit Grüßen aus Leipzig-Grünau auf Reisen gehen, nach Gambia. Ein großes Dankeschön an Schüler und Lehrer der 94., besonders für Eure supergut gestalteten Fußball-T-Shirts, welche bald an der Schule in Brufut übergeben werden.

Laufen für unsere Schule in Brufut

Die erste Bekanntschaft mit dem Land Gambia machten Vertreter des Reclamgymnasiums im Jahr 1999. Ein Jahr später wurde am Reclam die Gambia AG ins Leben gerufen. Ein kleiner Bericht von Ulrike Geßner über die Projektarbeit des Reclamgymnasiums in Gambia, dem kleinsten Land Westafrikas.

Gambia: Mit 11.295 Quadratkilometer kleiner als der Freistaat Sachsen, auf drei Seiten vom Senegal umgeben und in der Mitte vom Gambia-River durchzogen. Nach Westen öffnet sich Gambia mit Stränden und Küstenabschnitten zum Atlantischen Ozean. Hier ist der Tourismus Haupteinnahmequelle der ca. 1,2 Millionen Gambianer, über nennenswerte Industrie oder Bodenschätze verfügt Gambia nicht. Das Land hat keine Schulpflicht. Die Analphabetenrate liegt bei ca. 70 %. Bildung und Schulbesuch sind für die Kinder etwas Besonderes und nicht selbstverständlich.

Den ersten Kontakt mit dem Land Gambia hatte das Reclamgymnasium 1999. Die Geschwister Zimmermann bereisten mit dem Verein KiJu Gambia das Land und weckten für ein Schulprojekt in Aljamdou, auf Gambias North Bank, Interesse. Im Jahr 2000 gründete sich die Gambia AG. Es folgten interessante Nachmittage, an denen sich die Gruppe mit der Kultur, Tradition, Musik, Religion, Wirtschaft und der Schulbildung in Gambia beschäftigte. Das gemeinsame Kochen von typischen gambianischen Gerichten waren besondere Momente der Zusammenarbeit. Gemeinsam mit dem Verein KiJu Gambia veranstaltete die Gambia AG Aktionen, um die Schulbildung in Aljamdou finanziell zu unterstützen. Dabei ging es unter anderem um den Schulbau (Verkauf von Holzsteinen, die einen Stein für die Schule symbolisierten, als Schlüsselanhänger), die Finanzierung der Schulkleidung (Sammeln von Kleingeld bei Einführung des Euro), Schuhe für Gambia (Schüler des Reclam sammelten viele kleine Schuhe für viele kleine Füße in Gambia, die Mitfinanzierung des Schulgartens (Verkauf von Pflanzen und Samen auf dem Leipziger Marktplatz und im Leipziger Zoo). Dieses Schulprojekt war leider durch Korruption und Vetternwirtschaft vor Ort zum Scheitern verurteilt. Für die Lehrer und Schüler des Reclam war das, was man über gescheiterte Entwicklungshilfe hört, Realität geworden, aber das Anliegen, den gambianischen Kindern zu helfen, blieb tief im Herzen bestehen.

Nach dieser Zeit wurden das Reclam in Zusammenarbeit mit der KiJu auf den Verein „Socialis for The Gambia e. V.“ aufmerksam. Die Gambia AG unterstützt nun seit 2004 die Kinder in Brufut, einem kleinen Dorf am Atlantik. Durch die Spendenläufe 2004 und 2006 spürten die Schulkinder in Brufut die große Hilfsbereitschaft der Schüler, Eltern und des Kollegiums der Reclamschule. Die „erlaufenen“ insgesamt 4.422,88 Euro wurden u. a. verwendet für den Bau zweier neuer Schulgebäude, Schulkleidung und dem Kauf einer Pumpe, um genügend Wasser für die Zubereitung der Mahlzeiten sowie die Verbesserung der Hygiene (Bau von Toiletten) zur Verfügung zu haben.

…Im Herbst 2004 bereiste ich das erste Mal das Land Gambia. Damals erlebte ich 150 Schüler, die mit leidenschaftlicher Begeisterung lernten. 2007 waren mit mir Frau Wohlfahrt, Frau Bunke, Hind Shihab sowie David Kummer (JGS 12) auf Entdeckungstour durch Gambia. Wir erlebten, mit welcher Freude und welch großem Eifer die Kinder der Vorschule bis zur 4. Klasse der Schule in Brufut am Unterricht teilnehmen. Der Unterricht wird jedes Jahr um eine Klassenstufe erweitert, so dass die Kinder nach der sechsten Klasse die Grundschule abschließen können.

Das Strahlen der vielen glücklichen Kindergesichter und das Vertrauen, das uns entgegengebracht wird, spornen uns an, unser ehrenamtliches Projekt weiter fortzusetzen. Wir möchten auch in Zukunft dafür sorgen, dass noch vielen gambianischen Kindern eine Schulausbildung ermöglicht wird. Dafür brauchen sie unbedingt unsere Hilfe….“ (Ulrike Geßner)

Socialis wünscht im Namen der ganzen Gruppe allen Lesern und dem Team des Grün AS eine besinnliche Vorweihnachtszeit, an alle Unterstützer unseres Projektes herzlichen Dank, besonders auch dem Team von der Kiwara Lodge Zoo Leipzig und dem Handballverband Sachsen e. V.

Wer mehr über unsere Schulprojektarbeit erfahren und uns unterstützen möchte, gern über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder direkt über Martina Gröschner – Telefon 034205 455 27.