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14.12.2017
 
Besuch unseres Bundespräsidenten am 14.12.2017 in Gambia
 
Aufregend war die Nachricht, dass unser Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier, Gambia besuchen wird.

Fern der Heimat aber in dem Land, das mir, Waltraud so nah am Herzen liegt, könnte es doch möglich sein, ihn zu treffen. Die Chancen stehen gut, so war meine Meinung. Dieses kleine afrikanische Land wurde erstmals von einem deutschen Politiker bereist und das gerade in der Zeit, in der ich hier bin.
 
So zögerte ich nicht lange und nahm Kontakt zu Samba auf, von dem ich wusste, dass er im Ministerium für Ausbildung und Entwicklung arbeitet. Er wiederum stellte den Kontakt zu einem Mann her, der für die Organisation und Durchführung dieses Besuches von gambischer Seite aus verantwortlich war. Tatsächlich erhielt ich die Nachricht, dass ich unseren Präsidenten am 14. Dezember im GTTI, Gambisches Technisches Trainings Institute, treffen kann. Ich sollte früh 8:00 Uhr da sein und auf den Mitarbeiter warten.
 
Sehr aufgeregt und voller Freude berichtete ich Sarah und Nyara davon und fragt sie ob sie auch mit dorthin kommen möchten, was sie sofort bejahten. Nächsten morgen brachen wir früh um 6:45 Uhr auf, um pünktlich da zu sein. So waren wir um 07:30 Uhr am Eingang des GTTI und warteten geduldig bei für uns ziemlich frischen Temperaturen und nichts geschah. Ich rief den Kontaktmann an und er sagte mir er sei auf dem Weg.
 
In der Zwischenzeit kamen einige Autos angefahren und in einem saßen 2 weiße Männer, die bald auf uns zukamen, weil sie uns vor dem Eingang gesehen hatten. Sie waren vom Auswärtigen Amt in Deutschland. Zunächst war die Enttäuschung groß als sie uns sagten, dass es nicht so geht wie uns das die Gambianer gesagt hatten und dass aus Sicherheitsgründen niemand einfach so rein darf, der nicht zu den geladenen Gästen gehörte.  Trotzdem halfen sie uns und nach langem Frieren vor dem Eingang wurde unser Wunsch Wirklichkeit und wir durften mit eintreten und den Reden unseres und des Gambischen Präsidenten lauschen.
 
Ich war unheimlich bewegt und hatte zudem noch die Gelegenheit, kurz mit dem Botschafter Deutschlands, Herrn Röken, zu sprechen und er gab mir seine Visitenkarte und sagte, dass er sich gern unser Schulprojekt und Skillcenter in Brufut ansehen würde. Auch mit einem Mitarbeiter des Bundespräsidialamtes hatte ich Gelegenheit zu sprechen und nach meiner Rückkehr würde er sich sehr über einen Besuch mit entsprechenden Berichten und Bildern von hier freuen.
 
Die Ansprachen beider Präsidenten und einiger junger Menschen, die bereits auf der Flucht nach Europa waren und zurück gekehrt sind, waren sehr bewegend und bargen große Hoffnungen für Gambia, was die Zukunft angeht. Es ging nicht darum, dass Deutschland nun ein großer Geldgeber wird sondern darum, Knowhow und Unterstützung bei der Ausbildung junger Menschen zu geben und dem Land zu helfen, mit Unterstützung von außen und aus eigenen Kräften eine Zukunft zu geben. Eine Zukunft, in der junge Menschen mit Hoffnung und in Frieden in ihrem Land leben können und keinen Grund mehr haben, ihre wunderschöne Heimat zu verlassen.
 
 
 





 
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